AKR Hamburg - Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften in Hamburg

Buddhistische Gesellschaft Hamburg

Die BGH besteht seit 1954 und hat den Zweck, die Lehre des Buddha in einer dem Europä¤er verständlichen Form darzulegen, Gelegenheit zu ihrer  Vertiefung zu geben und bei der Anwendung der Lehre im tä¤glichen Leben behilflich zu sein. Da in der BGH regelmäßig Gruppen unterschiedlicher  buddhistischer Traditionen praktizieren, haben Interessierte hier die unkomplizierte Möglichkeit, verschiedene Traditionen kennen zu lernen und herauszufinden, welche davon ihnen persönlich den besten Zugang zur Lehre des Buddha ermöglicht.

Das Wesen des Buddhismus:
Vor mehr als 2500 Jahren wurde im Nordosten Indiens, im heutigen Nepal, der Prinz Siddhattha Gotama geboren. Mit 29 Jahren zog er vom Hause in die Hauslosigkeit, um in einem von Askese geprägten Dasein Erlösung zu finden. Verschiedene Lehrer und Methoden ließ er hinter sich, da er sie als nicht zum Ziele führend erkannte. Im Alter von 35 Jahren erlangte er in Bodh Gaya die Erwachung (bodhi); so wurde aus dem Suchenden ein Buddha. Wenige Zeit später legte er in seiner ersten Rede „Das In-Bewegung-Setzen des Rades der Lehre“ (sog. Predigt von Benares) seine grundlegenden Erkenntnisse dar: Wer die Erlösung erlangen möchte, muss die Vier edlen Wahrheiten durchschauen.
1. Die edle Wahrheit vom Leiden (dukkha). Geburt, Alter, Krankheit, Sterben, Trauer, Jammer, Schmerz, Trübsal und Verzweiflung, das Nichterlangen dessen, was man begehrt, Vereintsein mit Unlieben, das Getrenntsein von Lieben sind Leiden.
2. Die edle Wahrheit von der Ursache des Leidens, dem Durst (tanha).
3. Die edle Wahrheit von der Aufhebung des Leidens durch Versiegung des Durstes.
4. Die edle Wahrheit von dem Pfad, der zur Aufhebung des Leidens führt, dem edlen achtgliedrigen Pfad.

Der edle achtgliedrige Pfad:
1. Rechte Erkenntnis.
2. Rechte Gesinnung.
3. Rechte Rede.
4. Rechtes Handeln.
5. Rechte Lebensführung.
6. Rechtes Bemühen.
7. Rechte Achtsamkeit.
8. Rechte Sammlung.

Ein Laienbuddhist bemüht sich, folgende fünf Selbstverpflichtungen oder Tugendregeln (sila) einzuhalten: Er steht ab davon,
1. Lebewesen zu töten,
2. Nichtgegebenes zu nehmen,
3. unheilsame sexuelle Beziehungen zu pflegen,
4. zu lügen,
5. durch berauschende Mittel sein Bewusstsein zu beeinflussen.
Für Mönche und Nonnen gelten weitere Regeln.

Fünf Fähigkeiten oder Kräfte dienen dem Fortschreiten auf dem Stufenweg zur Erwachung und sind immer wieder neu zu entfalten: Vertrauen in die Lehre des Buddha und Weisheit/Einsicht, Willensstärke und Sammlung; im Zentrum aber steht die Achtsamkeit.

Die Lehre des Buddha richtet sich an die Fähigkeit des Menschen zu erkennen; ihre Richtigkeit erweist sich dem Suchenden dadurch, dass sie erfahrbar und nachvollziehbar ist. Sie ist eine rationale und in den verschiedenen Methoden der Meditation praktische Lehre zur Erlösung vom Leiden.
Die Grundlagen des Buddhismus gelten für alle Buddhisten, unabhängig von den kulturspezifischen Ausprägungen, die er im Verlaufe von zweieinhalb Jahrtausenden erfahren hat.
Die Lehrreden des Buddha wurden zuerst mündlich überliefert und sind erstmalig etwa im 1. Jhd. v. Chr. in Pali und Sanskrit schriftlich aufgezeichnet worden. Im Original und in englischer Übersetzung sind sie bei der Pali Text Society, Oxford (GB), erhältlich. Außerdem gibt es mittlerweile zahlreiche Übersetzungen ins Deutsche und anderen europäischen Sprachen, z.T. über die BGH zu beziehen.

Kontakt: Buddhistische Gesellschaft Hamburg e.V., Beisserstr. 23, D-22337 Hamburg,
Tel. 040-6313696, EMail: buddhismus(at)bghh(dot)de
http://www.bghh.de/index.html

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