AKR Hamburg - Arbeitsgemeinschaft der Kirchen und Religionsgesellschaften in Hamburg

Baha´i Gemeinde

Die Geschichte der Bahá'í-Gemeinde in Deutschland lässt sich bis auf das Jahr 1905 zurückverfolgen. Zu diesem Zeitpunkt zog der deutsch-amerikanische Zahnarzt Dr. Edwin Fischer aus den USA nach Stuttgart, um den Glauben in seiner früheren Heimat bekannt zu machen. Eine erste Veröffentlichung von Briefen 'Abdu'l-Bahás stammt aus dem Jahr 1906. Drei Jahre später erschienen im damaligen Selbstverlag der Bahá'í-Vereinigung die Verborgenen Worte Baha'u'llahs und Die Geschichte der Bahai-Religion.

Der Besuch 'Abdu'l-Bahás in Deutschland im Jahr 1913 war ein Höhepunkt in der Geschichte und Entwicklung der deutschen Gemeinde. Der große Segen, der von diesem Besuch ausging, sollte auch im weiteren Verlauf der deutschen Bahá'í-Geschichte offenkundig werden. Es waren die Städte Stuttgart, Esslingen und Bad Mergentheim, in denen 'Abdu'l-Bahá öffentlich auftrat und Ansprachen hielt. Darin rief er zu religiöser Verständigung, zur Überwindung von Vorurteilen, zur Zusammenarbeit von Wissenschaft und Religion und zum friedlichen Miteinander der Völker auf.

Der Beginn des Ersten Weltkriegs 1914 bremste die weitere Entwicklung der Gemeinde in Deutschland. Kontakte mit Bahá'í aus anderen Ländern waren nur noch sehr eingeschränkt möglich. Nichtdeutsche Bahá'í, so auch Dr. Edwin Fischer, mussten Deutschland verlassen. Die allgemeine wirtschaftliche Not erfasste auch die Bahá'í.

Nach Beendigung des Ersten Weltkrieges sammelten sich die Bahá'í neu. Im Jahre 1919 wurde der Verlag des Deutschen Bahá'í-Bundes GmbH errichtet. Zeitgleich organisierte sich die landesweite Gemeinde unter der Bezeichnung Deutscher Bahá'í-Bund.

Eine erste Bahá'í-Konferenz fand im März 1921 in Esslingen statt. Fragen der Organisation einer sich entwickelnden Nationalgemeinde konnten hier umfassend beraten werden. Ein administratives Gremium auf nationaler Ebene entstand 1923 durch die erstmalige Wahl eines Nationalen Geistigen Rates - zunächst noch gemeinsam für Deutschland und Österreich. Damit zählte die Bahá'í-Gemeinde Deutschland - neben Indien/Burma und den USA - zu den weltweit ersten auf nationaler Ebene organisierten Bahá'í-Gemeinden.

Während der Zeit der NS-Gewaltherrschaft kam es zu Verfolgungen des Glaubens und seiner Anhänger, bis schließlich 1937 ein endgültiges Verbot der Bahá’í-Religion in Deutschland verfügt wurde. Die Archivbestände auf nationaler und örtlicher Ebene wurden beschlagnahmt, der größte Teil der Bahá’í-Bücher ging verloren. Es folgten Verhöre, Prozesse, Geldstrafen und Gefängnis für eine Anzahl von Gläubigen.

Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges konnten sich wieder erste Bahá’í-Aktivitäten  entfalten. Sie wurden zu Anfang tatkräftig unterstützt durch US-amerikanische Bahá’í, die als alliierte Soldaten nach Deutschland gekommen waren. Schließlich fand im April 1946 die erste Nationaltagung zur Wahl eines Nationalen Geistigen Rates im Nachkriegsdeutschland statt.

Im Osten Deutschlands untersagten hingegen 1948 die Machthaber in Ostberlin jegliche Bahá’í-Tätigkeit. Ausgenommen davon waren nur die drei Westsektoren. Das Verbot galt auch während der Zeit der DDR.

Der deutsche Bahá’í-Verlag war bereits 1950 erstmals nach dem Krieg auf der Frankfurter Buchmesse vertreten. 1959 wählten die Bahá'í in Österreich einen eigenen Nationalen Geistigen Rat, womit die gemeinsame Verwaltung endete.

Bereits 1952 wurde durch Shoghi Effendi der Bau eines Hauses der Andacht für den europäischen Kontinent in die Wege geleitet. Er wählte hierfür den Großraum Frankfurt am Main als zentralen Standort in Europa aus. Die feierliche Grundsteinlegung erfolgte 1960 und mit Unterstützung durch die weltweite Bahá'í-Gemeinde konnte 1964 das erste Europäische Haus der Andacht eingeweiht werden. Anfang der siebziger Jahre entstand neben dem Haus der Andacht auch das Verwaltungszentrum der Bahá'í-Gemeinde Deutschland sowie ein Besucherzentrum
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Ein bedeutsamer Meilenstein für die Entwicklung der Bahá'í-Gemeinde in Deutschland war ein Urteilsspruch des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 1991, der als „Bahá'í-Beschluss“ bekannt wurde und auch über die Bahá'í-Gemeinde hinaus Bedeutung erlangte. Das Gericht bejahte, dass die Religionsfreiheit auch die religiöse Vereinigungsfreiheit umfasst, nachdem es den Charakter des Bahá'í-Glaubens als Religion und der Bahá'í-Gemeinschaft als Religionsgemeinschaft als offenkundig bestätigt hatte. Ausgangspunkt war eine Beschwerde gegen eine zivilgerichtliche Entscheidung, die der Bahá'í-Gemeinde Tübingen den Vereinsstatus verweigerte, die aber durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts aufgehoben worden war.

Das Jahr 1992 wurde von den Bahá’í in aller Welt als „Heiliges Jahr“ begangen, in dem sich zum 100. Mal das Hinscheiden Bahá'u'lláhs jährte. Dieses Ereignis wurde mit einer Gedenkfeier in der Frankfurter Paulskirche als denkwürdigem Ort der deutschen Geschichte gewürdigt. Zahlreiche Persönlichkeiten des gesellschaftlichen Lebens nahmen daran teil oder richteten Grußbotschaften an die Anwesenden, so auch der damalige Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl. In einer Vielzahl deutscher Großstädte wurde zu diesem Anlass die Bahá'í-Religion der Öffentlichkeit durch eine künstlerisch gestaltete Ausstellung bekannt gemacht.

Bei der EXPO 2000 in Hannover konnte sich die Bahá’í-Religion einer breiten, internationalen Öffentlichkeit durch einen eigenen Ausstellungsstand vorstellen. Ein Schwerpunkt waren hierbei internationale Projekte nachhaltiger sozialer Entwicklung, so zum Beispiel FUNDAEC in Südamerika.

Die Gemeinde wird eine Körperschaft des öffentlichen Rechts

Das erste Jahrzehnt des neuen Jahrtausends markierte einen wichtigen Entwicklungsschritt der deutschen, aber auf ähnlichem Weg auch der weltweiten Bahá'í-Gemeinde. Durch einen systematisch umgesetzten Plan sogenannter Kernaktivitäten erlebte die Bahá'í-Gemeinde eine ausgeprägte Weiterentwicklung auf allen Ebenen des Gemeindelebens.

Dies geschieht durch die gezielte Förderung von Kindern und Jugendlichen zu sozialer Kompetenz, Stärkung des Engagements von Bahá'í-Gemeinden in ihrer nachbarschaftlichen Umgebung über gemeinsame Andachten, Vertiefungen in geistig-spirituelle Wahrheiten und gesellschaftlichen Einsatz.

2013 wurde der Bahá'í-Gemeinde Deutschland durch das Land Hessen der Status als Körperschaft des öffentlichen Rechts verliehen. Damit erschließen sich der Bahá'í-Gemeinde auf der öffentlichen und rechtlichen Ebene weitere Möglichkeiten, als Religionsgemeinschaft in der Bundesrepublik Deutschland zu wirken
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Bahá'í-Religion: Die Infos auf einem Blick

Die Baha'i-Religion ist die jüngste unabhängige und monotheistische Weltreligion. Die Baha'i folgen den Lehren Baha'u'llahs, der von 1817-1892 lebte. Er wird von den Baha'i als der vorläufig letzte in einer Reihe von Gottesboten angesehen, die sich seit Anbeginn der Zeiten erstreckt. Gleich den Anhängern anderer Hochreligionen kommen die Baha'i aus allen Nationen, ethnischen Gruppierungen, Kulturen, Berufen und sozialen oder wirtschaftlichen Hintergründen.

Woran glauben die Bahá’í?

Einheit der Religionen - Einheit der Menschheit

Alle Religionen entstammen demselben göttlichen Ursprung. Jeder Offenbarer wurde von Gott mit einer bestimmten Sendung betraut. Jeder von ihnen - Moses, Krishna, Buddha, Zarathustra, Christus, Mohammed und Bahá’u’lláh - brachte der Menschheit die Lehre, die jeweils ihren Bedürfnissen und ihrer Fassungskraft entsprachen. Für Bahá’í ist diese Fortschreitende Gottesoffenbarung ein nie endender Vorgang. Alle Religionen sind Stufen eines göttlichen Planes. Die Sendung Bahá’u’lláh ist die Einheit der Menschheit bei Erhaltung der kulturellen Mannigfaltigkeit.

Baha'u'llah sagt:

"O ihr streitenden Völker und Geschlechter der Erde! Wendet euer Angesicht der Einheit zu und lasst euch vom Glanz ihres Lichtes bescheinen. Versammelt euch und beschließt um Gottes willen, alles zu tilgen, was zum Streit unter euch führt... Ohne Zweifel verdanken die Völker der Welt, welcher Rasse oder Religion sie auch angehören, ihre Erleuchtung derselben himmlischen Quelle. Sie sind einem einzigen Gott untertan. Unterschiede der Regeln und Riten, denen sie folgen, müssen den wechselnden Erfordernissen und Bedürfnissen der Zeitalter zugeschrieben werden, in denen sie offenbart wurden. Alle bis auf wenige, die aus menschlichen Launen entstanden, wurden von Gott verfügt und sind eine Widerspiegelung Seines Willens und Zieles. Erhebt euch und schlagt, bewaffnet mit der Kraft des Glaubens, die Götzen eures leeren Wahns in Stücke, die Zwietracht unter euch säen..."

Das Thema Einheit zieht sich durch das ganze Schrifttum Baha'u'llahs:

"Das Heiligtum der Einheit ist errichtet; betrachtet einander nicht als Fremde." "Verkehret mit den Anhängern aller Religionen im Geiste des Wohlwollens und der Brüderlichkeit." "Ihr seid die Früchte eines Baumes, die Blätter eines Zweiges."

In Seinen späteren Schriften verdeutlicht Baha'u'llah, was dieser Grundsatz für das Reifezeitalter der Menschheit konkret bedeutet. Zitat: "Im Angesicht Gottes waren Frauen und Männer von jeher gleich und werden es immer sein." Eine fortschreitende Kultur verlangt von der Gesellschaft Strukturen, die dieser Tatsache voll Rechnung tragen. Die materiellen Ressourcen der Erde sind das Eigentum der ganzen Menschheit und nicht einzelner Völker.

"Die Zeit muss kommen < sagte Baha'u'llah<,  da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen. Ein solcher Friede erfordert es, dass die Großmächte sich um der Ruhe der Völker der Erde willen zu völliger Aussöhnung untereinander entschließen. Baha'u'llah sagt:

... Der Tag naht, da alle Völker der Welt eine universale Sprache und eine einheitliche Schrift annehmen werden. Wenn dies erreicht ist, wird es für jeden Menschen, in welche Stadt er auch reisen mag, sein, als betrete er sein eigenes Heim... Der ist wirklich ein Mensch, der sich heute dem Dienst am ganzen Menschengeschlecht hingibt... Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger."

Zu den Lehren Bahá'u'lláhs gehört ferner, dass die materielle Zivilisation zwar ein Mittel zum Fortschritt der Menschenwelt ist, dass jedoch der gewünschte Erfolg - das Glück der Menschheit - erst dann zu erreichen ist, wenn die materielle Zivilisation mit der göttlichen Kultur vereinigt wird. Handelt im Einklang mit dem Willen des Herrn Erhebt euch also in solcher Weise und mit solchen Tugenden, dass dem Körper dieser Welt eine lebendige Seele geschenkt wird, und bringt dieses zarte Kind, die Menschheit, zur Stufe der Reife. Entzündet, wann immer ihr könnt, bei jeder Begegnung eine Kerze der Liebe, erfreut und ermutigt mitfühlend jedes Herz. Sorgt euch um den Fremden wie um einen der euren, zeigt Ausländern die gleiche Liebe und Güte wie euren treuen Freunden. Sollte jemand Streit mit euch suchen, trachtet danach, ihn zum Freunde zu gewinnen. Sollte jemand euch bis ins Innerste verletzen,  seid ein heilender Balsam für seine Wunden. Sollte euch jemand verspotten und verhöhnen, begegnet ihm mit Liebe. Sollte jemand seine Schuld auf euch abwälzen, lobt ihn. Sollte er euch tödliches Gift anbieten, so gebt ihm dafür den besten Honig; und sollte er euer Leben bedrohen, so gewährt ihm eine Arznei, die ihn für immer heilen wird. Sollte er die Qual selbst sein, so seid ihr seine Medizin. Sollte er wie Dornen sein, seid ihr seine Rosen und süßen Kräuter. Vielleicht werden solche Taten und Worte von euch diese finstere Welt schließlich hell erstrahlen lassen, diese staubige Erde himmlisch machen, diesen höllischen Kerker in einen Königspalast des Herrn verwandeln - so dass Krieg und Hader verschwinden und nicht mehr sind. Liebe und Vertrauen ihre Zelte auf den Gipfeln der Welt errichten. Das ist der Wesenskern der Ermahnungen Gottes. Das sind - mit wenigen Worten - die Lehren der Sendung Bahá'u'lláhs.

Die Ablehnung von Vorurteilen

Vorurteile gegenüber anderen Rassen, Religionen, Klassen und Nationalitäten verzögern die Entwicklung der Einheit. Eine durch das Recht aller Länder anerkannte Gleichwertigkeit der Menschen ist notwendig.

Gleichwertigkeit von Mann und Frau

Die Ablehnung der Gleichwertigkeit der Geschlechter stellt eine Ungerechtigkeit gegen die Hälfte der Weltbevölkerung dar und fördert störende Verhaltensweisen und Gewohnheiten, die aus dem Familienkreis zum Arbeitsplatz, ins gesellschaftliche Leben und schließlich bis in die internationalen Beziehungen weiter getragen werden. Mädchen müssen eine gleichwertige Ausbildung erhalten.

Harmonie zwischen Religion und Wissenchaft

Religion und Wissenschaft - die beiden mächtigsten Kräfte im menschlichen Leben - werden als zwei in Einklang stehende Aspekte der Wirklichkeit gesehen.

Die Erde - eine Heimat

„Es rühme sich nicht, wer sein Vaterland liebt, sondern wer die ganze Welt liebt. Die Erde ist nur ein Land, und alle Menschen sind seine Bürger. Die Wohlfahrt der Menschheit, ihr Friede und ihre Sicherheit sind unerreichbar, wenn und ehe nicht ihre Einheit fest begründet ist.“ (Bahá'u'lláh)

Die Absicht Gottes

„Wenn Gott Seine Propheten zu den Menschen sendet, ist Seine Absicht eine zweifache. Die erste ist, die Menschenkinder aus dem Dunkel der Unwissenheit zu befreien und sie zum Lichte wahren Verstehens zu führen, die zweite, den Frieden und die Ruhe der Menschheit zu sichern und alle Mittel bereitzustellen, durch die beides erreicht werden kann. Dies ist der Tag, da Gottes erhabenste Segnungen den Menschen zugeströmt sind, der Tag, da alles Erschaffene mit Seiner mächtigsten Gnade erfüllt wurde. Alle Völker der Welt haben die Pflicht, ihre Gegensätze auszugleichen und in vollkommener Einigkeit und in Frieden im Schatten des Baumes Seiner Obhut und Gnade zu wohnen. Es geziemt ihnen, sich an das zu halten, was an diesem Tage der Erhöhung ihrer Stufe und der Förderung ihres eigenen Besten dient.“ (Bahá'u'lláh)

Die Wurzel des Vorurteils

„Der Nährboden all dieser Tragödien (gemeint sind die Folgen des Krieges) ist das Vorurteil: das Vorurteil der Rasse und Nation, der Religion, der politischen Meinung; und die Wurzel des Vorurteils ist die blinde Nachahmung der Vergangenheit - die Nachahmung in der Religion, bei Einstellungen zu anderen Rassen, bei nationalen Vorlieben, in der Politik. Solange dieses Nachäffen der Vergangenheit anhält, werden die Grundlagen der Gesellschaftsordnung in alle Winde verweht, und die Menschheit wird ständig den schrecklichsten Gefahren ausgesetzt sein. Denkt einmal über das Vorurteil der Religionen nach: Würden sie wirklich Gott verehren, so würden sie Seinem Gesetz gehorchen, das ihnen untersagt, einander zu töten. Würden die Priester der Religionen wirklich den Gott der Liebe verehren und dem göttlichen Lichte dienen, so würden sie ihre Anhänger lehren, das Hauptgebot zu befolgen, das heisst, »mit allen Menschen in Liebe und Barmherzigkeit zu verkehren«.“

(Abdu'l-Bahá der älteste Sohn Bahá'u'lláhs)

Die Lampe der Religion

„Religion ist das wichtigste Mittel zur Begründung von Ordnung in der Welt und zur Befriedung aller, die darin wohnen. Würde die Lampe der Religion verdunkelt, so wären Chaos und Verwirrung die Folge, und die Lichter der Redlichkeit und Gerechtigkeit, der Ruhe und des Friedens würden nicht länger scheinen.“ (Bahá'u'lláh)

Eine neue Ordnung

„Die Wind der der Verzweiflung wehen aus jeder Richtung und der Hader, der das Menschengeschlecht spaltet und peinigt, nimmt täglich zu. Die Zeichen drohender Erschütterungen und des Chaos sind jetzt deutlich zu sehen, zumal die bestehende Ordnung erbärmlich mangelhaft erscheint. „Bald“, so verkünden es Bahá’u’lláhs eigene Worte, „wird die Ordnung des heutigen Tages aufgerollt und eine neue an ihrer Statt verbreitet werden. Wahrlich, dein Herr spricht die Wahrheit, und Er weiß um das Ungeschaute.“ (Bahá'u'lláh)

Die Vereinigung der ganzen Menschheit ist das Kennzeichen der Stufe, der sich die menschliche Gesellschaft heute nähert. Welteinheit ist das Ziel, dem eine gequälte Menschheit zustrebt. Der Aufbau von Nationalstaaten ist zu einem Ende gekommen. Die Anarchie, die der nationalstaatlichen Souveränität anhaftet, nähert sich heute einem Höhepunkt. Eine Welt, die zur Reife heranwächst, muss diesen Fetisch aufgeben, die Einheit und Ganzheit der menschlichen Beziehungen erkennen und ein für allemal den Apparat aufrichten, der diesen Leitgrundsatz ihres Daseins am besten zu verkörpern vermag.

„Ein höchster Gerichtshof muss durch die Völker und Regierungen aller Staaten errichtet werden und aus gewählten Mitgliedern aller Länder und Regierungen bestehen. Die Mitglieder dieses großen Rates müssen in Einigkeit tagen. Alle Streitigkeiten internationalen Charakters sind diesem Gerichtshof zu unterbreiten, dessen Sache es ist, durch Schiedsspruch alles zu schlichten, was sonst zur Ursache des Krieges würde. Die Aufgabe dieses Gerichtshofes wäre, den Krieg zu verhindern. „(Abdu'l-Bahá)

Beratung

„Die Zeit muss kommen, da die gebieterische Notwendigkeit für die Abhaltung einer ausgedehnten, allumfassenden Versammlung der Menschen weltweit erkannt wird. Die Herrscher und Könige der Erde müssen ihr unbedingt beiwohnen, an ihren Beratungen teilnehmen und solche Mittel und Wege erörtern, die den Grund zum Größten Weltfrieden unter den Menschen legen. (Bahá'u'lláh)

Beratung verleiht tiefere Kenntnis und verwandelt Vermutung in Gewissheit. Sie ist ein strahlendes Licht, welches in einer dunklen Welt den weg weist und Führung gibt. Die Gabe der Einsicht zeigt ihre Reife in der Beratung.“ (Bahá'u'lláh)

Gedanken des Friedens

„Wenn ihr von ganzem Herzen Freundschaft mit allen Rassen auf Erden wünscht, so werden sich eure Gedanken geistig und aufbauend verbreiten, sie werden zum Wunsche anderer werden, wachsen und wachsen, bis sie alle Menschen erreichen. Wenn ein Kriegsgedanke kommt, so widersteht ihm mit einem stärkeren Gedanken des Friedens. „(Abdu'l-Bahá)

Liebe - das Licht des Menschen

Die Liebe ist der eigentliche Kern des Friedens, der Friede ist ein Ergebnis der Liebe. Solange es die Liebe nicht gibt, wird kein Friede sein; aber es gibt auch einen sogenannten Frieden ohne Liebe. Die Liebe, die von Gott kommt ist die Grundlage. Auf diese Liebe zielt alles menschliche Handeln; sie ist die Ausstrahlung des Himmels, das Licht des Menschen.

„Es ist klar und offensichtlich, dass diese größte (vereinigende) Macht in der menschlichen Welt die Liebe Gottes ist. Sie bringt die verschiedenen Gruppen unter den Schutz des Zeltes der Liebe und schenkt den gegnerischen und feindlichen Völkern und Familien die größte Liebe und Eintracht. „(Abdu'l-Bahá)

Weitere Informationen:

http://hamburg.bahai.de/vorstellung-wer-sind-wir/metropolregion-hamburg.html

Schrein des Bab in Haifa/Israel

Das Haus der Andacht in Neu Delhi/Indien

Bahai Haus der Andacht in Hofheim-Langenhain, Deutschland

Kontakt: Bahá’í-Gemeinde in Deutschland K.d.ö.R.,
c/o Annette Hodermann, Tel. 040-27809450, Email: bahai.in.hamburg(at)googlemail.com
http://www.bahai.de/start.html

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